ohren reinigen

Ohren reinigen – Tipps zur Ohrenpflege

Für viele Menschen gehört die Ohrenpflege zur täglichen Hygiene, sieht es doch nicht gerade schön aus wenn der gelb, bräunliche Ohrenschmalz im Ohr zu sehen ist, häufig benutztes Instrument zum Ohren reinigen – das Wattestäbchen. Aber auch weitere zweifelhafte Geräte werden Angeboten, darunter: Ohrenkerzen und elektrische Ohrreiniger. Was davon zu halten ist und was Sie wirklich tun müssen um Ihre Ohren zu pflegen, das lesen Sie in diesem Ratgeber.

Viele Menschen Wissen nicht das sich unsere Ohren selbst reinigen, das tun Sie nicht erst wenn es eine „Verschmutzung“ gibt, sondern rund um die Uhr.  Winzige Härchen im Uhr befördern durch Flimmerbewegungen alles aus dem Ohr (Gehörgang) heraus was dort nicht hingehört: Hautpartikel, überschüssiges Ohrenschmalz, Schmutz und Staub – diese Dinge können Sie dann aus der Ohrmuschel entfernen. Und hier sind wir schon bei der wichtigsten Regel vom Ohren reinigen: Reinigen Sie nur bis zur Öffnung des Gehörgangs, auf keinen Fall weiter!

Ohren reinigen
Ohren reinigen

Warum haben wir Ohrenschmalz?

Der Ohrenschmalz sieht vielleicht nicht sonderlich schön aus, aber er erfüllt sehr wichtige Aufgaben die dem Ihr helfen gesund zu bleiben. Ohrenschmalz, von Medizinern Cerumen genannt, fettet die Haut des Gehörgangs und hält Sie geschmeidig. Durch den Ohrenschmalz wird zudem der Säureschutzmantel der Haut aufrechterhalten, das wiederum verhindert das Eindringen von Krankheitserregern.
Was tun bei zu viel Ohrenschmalz?

Es gibt Menschen bei denen einfach zu viel Ohrenschmalz gebildet wird, das ist nichts krankhaftes, aber dieser zu viele Ohrenschmalz bildet einen Pfropf im Ihr, dieser lässt den Betroffenen auf diesem Ohr schlecht hören und es entsteht ein unangenehmes Druckgefühl.

Den Ohrenschmalz der zu viel produziert wird sollten Sie in einem Abstand von drei Monaten von einem HNO-Arzt entfernen lassen, auf kleinen Fall sollten Sie versuchen den Pfropf selbst aus dem Ohr zu bekommen, besonders einfallsreiche Menschen haben dazu schon aufgebogene Büroklammern genutzt, am Ende sitzen Sie dann doch beim HNO-Arzt weil Sie den Gehörgang verletzt haben und es zu schmerzhaften Entzündungen kommt.

Wie entfernt der Arzt das Ohrenschmalz?

Dafür stehen Ihm verschiedene Methoden zur Verfügung. Häufig wird der Pfropfen aus dem Gehörgang abgesaugt, ein dünnes Röhrchen wird dazu genutzt. Der Arzt hat aber auch Instrumente die einen kleinen Haken besitzen mit dem er den Pfropfen aus dem Ohr zieht. Wenn der Ohrenschmalz allerdings zu fest sitzt dann wird mit Körperwarmen Wasser das Ohr ausgespült.

Aber ganz egal wie der HNO-Arzt das Ohr sauber macht, es verursacht Ihnen keine Schmerzen, Sie werden sich wundern was der Doktor alles ans Tageslicht befördert.

Ohrenschmalz Pfropfen
Bildliche Darstellung – Ohrenschmalz Pfropfen

Warum Sie keine Wattestäbchen einsetzen dürfen!

Wattestäbchen sind für allerhand Aufgaben nützliche Helfer, aber in einem Ohr haben Sie nichts zu suchen. Das Stäbchen was unter der Watte ist kann das Ohr im inneren verletzen, das führt zu schmerzhaften Entzündungen. Aber mit einem Wattestäbchen können Sie auch das Trommelfell verletzen.

Neben den Verletzungen die Sie sich durch den Einsatz von Wattestäbchen selbst zuführen können erreichen Sie bei dieser Säuberungsaktion aber auch das ganze Gegenteil, denn stellen Sie sich vor Sie reinigen einen Trichter von der großen Öffnung aus mit einem Wattestäbchen, alles was im Trichter oder Ohr ist (Ohrenschmalz) wird zur engen Öffnung hingeschoben.

Das heißt Sie schieben das überschüssige Ohrenschmalz noch tiefer in das Ohr hinein wo es sich dann vor dem Trommelfell sammelt und von einem Spezialisten entfernt werden muss.

Wattestäbchen haben in der Ohrenpflege also nichts zu suchen!

Ohrenkerzen

Eine eher wahnwitzige Erfindung sind Ohrenkerzen, häufig als das Mittel zur Ohrenreinigung erkoren. Es soll so funktionieren das Sie sich die 20 bis 30 cm langen Kerzen ins Ohr stecken, den Gehörgang somit abdichten. Durch anzünden der Kerze soll der sogenannte Kamineffekt dafür sorgen das Ohrenschmalz und Verschmutzen aus dem Ohr gezogen werden… Es ist jedoch mehrfach wissenschaftlich bewiesen das dies Quatsch ist. Der Umgang mit Ohrenkerzen ist dagegen sehr gefährlich, denn nicht selten gelangt heißes Wachs in das Ohr was dann gefährlich werden kann.

Elektrische Ohrenreiniger

Es gibt nichts was es nicht gibt, und so hält der Markt gleich mehrere elektrische Ohrenreiniger bereit. Sie Kosten wenig Geld und versprechen viel. Doch viele Tests haben gezeigt das die elektrischen Ohrenreiniger kein bzw. eine sehr geringe Wirkung zeigten. Das überschüssige Ohrenschmalz soll damit aus dem Ihr gesaugt werden. Doch auch dieses Hilfsmittel zum Ohren putzen ist ein Schuss in den Ofen.

Fazit: Gereinigt wird nur die Ohrmuschel, aber ab dem Eingang beginnt für Sie die Tabuzone. Einzig beim Duschen etwas Körperwarmes Wasser in das Ohr hinein, und danach wieder hinauslaufen lassen, das können Sie unterstützend tun. Das auslaufende Wasser wird dann nur in der Ohrmuschel abgetrocknet, auch hier keinesfalls versuchen den Gehörgang zu trocknen. Also kurz: Ohren reinigen ist eine Aufgabe ausschließlich für den HNO-Arzt.

 

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